VICAT-/HDT-Prüfungen im Labor
Sie möchten VICAT-/HDT-Prüfungen im Labor durchführen lassen
Beherrschen Sie die Wärmebeständigkeit Ihrer Polymere: VICAT- und HDT-Prüfungen
Während die Leistungsfähigkeit von Werkstoffen immer extremeren Bedingungen ausgesetzt ist, ist die genaue Kenntnis des thermischen Verhaltens Ihrer Kunststoffe keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.
Unsere Laborleistungen, spezialisiert auf thermische Analyse, unterstützen Sie bei der Charakterisierung Ihrer Thermoplaste nach den strengsten internationalen Normen (ISO 306, ISO 75, ASTM D1525, ASTM D648).
Warum den Erweichungspunkt und die Verformung unter Last messen?
Der Erfolg eines Produkts hängt oft von nur einem Faktor ab: seiner Stabilität. Ob es sich um Automobilkomponenten unter der Motorhaube oder um sterilisierbare Medizinprodukte handelt, Sie müssen genau wissen, wann Ihr Material seine Steifigkeit verliert.
Das Labor FILAB unterstützt Sie bei Ihren VICAT-/HDT-Prüfungen
Unsere thermischen Analyseleistungen im Labor
Von der Analyse bis zur F&E bietet das Labor FILAB multisektorale Dienstleistungen an, die mehreren Arten von Anforderungen an thermische Analysen gerecht werden, wie zum Beispiel:
Unsere technischen Mittel für die thermische Analyse von Materialien
Es gibt mehrere thermische Analysetechniken, mit denen die physikalisch-chemischen Besonderheiten des Materials in Abhängigkeit von der Temperatur hervorgehoben werden können:
Unsere FAQ
Auch wenn beide Prüfungen die Wärmebeständigkeit messen, unterscheiden sich ihre Zielsetzungen:
VICAT: Misst die Temperatur der Oberflächen-Erweichung. Es wird ermittelt, wann das Material „weich“ wird. Dies ist ein Indikator für die intrinsische thermische Grenze des Polymers.
HDT: Misst die Verformung unter mechanischer Belastung. Es wird ermittelt, wann ein Bauteil unter seinem Eigengewicht oder unter einer äußeren Belastung „nachgibt“. Dies ist eine technische Konstruktionsgröße (Engineering).
Das ist völlig normal. Die Schmelztemperatur (gemessen per DSC) ist der Punkt, an dem die Kristalle des Polymers vollständig verschwinden. Das Material verliert jedoch seine mechanische Festigkeit schon lange vor dem Schmelzen. Der HDT-Test ist daher deutlich praxisnäher als der Schmelzpunkt.
Ja, absolut. Genau hier ist der HDT-Test besonders relevant. Mineralische Füllstoffe oder Fasern erhöhen die HDT-Temperatur erheblich (manchmal um mehr als 50°C), da sie die Steifigkeit der Kunststoffmatrix verstärken, selbst wenn diese zu erweichen beginnt.
Um ein Angebot zu erhalten, können Sie unsere Teams über unser Kontaktformular, telefonisch oder per E-Mail kontaktieren.
Teilen Sie uns einfach Ihren Bedarf mit (Materialart, gewünschte Analyse, gegebenenfalls Norm, Dringlichkeit, Anzahl der Proben …). Anschließend senden wir Ihnen innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein individuelles technisches und preisliches Angebot zu.
Die Fristen variieren je nach Art der Analyse und der Komplexität des Expertisenprojekts.
FILAB verpflichtet sich jedoch, schnelle Fristen zu bieten, die an Ihre Anforderungen und industriellen Dringlichkeiten angepasst sind.
Die VICAT- und HDT-Prüfungen sind für Werkstoffe mit einem allmählichen Fest-Flüssig-Übergang konzipiert.
Ideale Werkstoffe:
Amorphe Thermoplaste (ABS, PC, PS, PMMA): Der Übergang ist sehr deutlich, was äußerst präzise Messungen ermöglicht.
Teilkristalline Thermoplaste (PE, PP, PA6, PBT): Die Prüfung zeigt den Einfluss der Kristallstruktur auf die mechanische Festigkeit.
Kunststoffmatrix-Verbundwerkstoffe (PA66 GF30, mit Talkum gefülltes PP): Unverzichtbar, um den Beitrag der Verstärkungen zu validieren.
Biokunststoffe und biobasierte Polymere (PLA, PHA): Entscheidend, um zu prüfen, ob diese neuen Werkstoffe die Leistung erdölbasierter Kunststoffe erreichen.
Werkstoffe unter bestimmten Bedingungen:
Elastomere und flexible Kunststoffe (TPE, TPU): Sie können nur geprüft werden, wenn sie bei Raumtemperatur (23°C) ausreichend steif sind. Wenn die VICAT-Nadel bereits ohne Erwärmung eindringt, ist die Prüfung nicht durchführbar.
Duroplaste: Die Probe muss vollkommen eben sein und während des Erwärmens keine Ausgasung zeigen.
Ausgeschlossene Werkstoffe:
Metalle, Keramiken und Mineralgläser: Ihre Erweichungspunkte liegen weit über den Möglichkeiten von Ölbadgeräten (max. 300°C), und ihr physikalisches Verhalten erfordert andere Arten von mechanischen Hochtemperaturprüfungen.