Phosphate sind Verbindungen, die von Herstellern im Bereich der Haushalts- und Industriereinigungsmittel sehr häufig verwendet werden.
In der EU schreibt die VERORDNUNG Nr. 259/2012 Höchstgehalte an Phosphor in Textilwaschmitteln und in für Verbraucher bestimmten Geschirrspülmitteln vor.
Frankreich war der EU bei phosphathaltigen Textilwaschmitteln voraus und verbot bereits 2007 deren Inverkehrbringen (Dekret Nr. 2007-491 vom 29. März 2007), dieses Verbot betraf jedoch nicht Geschirrspülmittel.
Am 30. Dezember 2014 passte das Dekret Nr. 2014-1671 das Umweltgesetzbuch an die neue europäische Regelung an, die die Verwendung von Phosphaten und anderen Phosphorverbindungen in für Verbraucher bestimmten Reinigungsmitteln begrenzt.
Die genaue Kenntnis des Phosphorgehalts in Form von Phosphat oder Phosphonat ist daher für Hersteller im Reinigungsmittelsektor von entscheidender Bedeutung, sowohl für ihre Rohstoffe als auch für ihre Endprodukte.
Die Bestimmung von Phosphor in Rohstoffen oder Endprodukten verschiedener Arten von Reinigungsmitteln kann mit den folgenden, von unserem Labor vollständig beherrschten Techniken durchgeführt werden:
– Bestimmung mittels Atomemissionsspektroskopie (ICP-AES): zur Ermittlung von Phosphor in elementarer Form
– Bestimmung mittels Ionenchromatographie (IC): zur Quantifizierung von Phosphor in Form von Phosphaten und Phosphonaten
Es sei daran erinnert, dass die Hauptfunktion von Phosphaten in Reinigungsmitteln darin besteht, die Wasserhärte zu reduzieren, um eine wirksame Reinigung zu ermöglichen. Der jährliche Verbrauch phosphathaltiger Reinigungsmittel in der EU beläuft sich auf rund 110.000 Tonnen Phosphate, von denen fast 95 % in Haushaltsreinigern für Wäsche und Geschirr verbraucht werden.
Der Großteil der Phosphate in Reinigungsmitteln liegt in Form von Tripolyphosphaten P30105-(TPPS) vor.
Wissenschaftlich belegt ist, dass die Verwendung dieser TPPS in Reinigungsmitteln keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat (außer bei Einnahme), und es wurden keine mutagenen oder genotoxischen Wirkungen beobachtet (HERA, 2003). Phosphor in Form von Phosphat ist hingegen für die Eutrophierung von Gewässern verantwortlich. Er schädigt die Umwelt, sobald er in hoher Konzentration vorliegt, da er die Wasserqualität als natürliche Ressource mindert, die Vermehrung unerwünschter Algen zulasten anderer Wasserorganismen fördert und so „Algenblüten“ sowie eine Schwächung der Biodiversität verursacht. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die vollständige Abschaffung von Phosphaten, selbst nur in Waschmitteln, zu einer Verringerung der Phosphatbelastung in Gewässern um 40 % führen würde.
Das FILAB-Labor verfügt über anerkannte Expertise in Bestimmungsverfahren und kann Sie bei Ihren Projekten zur Substitution von Verbindungen begleiten.
Für weitere Informationen wenden Sie sich an unseren Experten: contact@filab.fr