Labor für Analyse und Expertise

Labor für die Charakterisierung von Formgedächtnislegierungen (FGL)

Die Formgedächtnislegierungen (FGL) gehören zur Familie der Werkstoffe mit martensitischer Phasenumwandlung erster Ordnung. In Abhängigkeit von Temperatur und der auf diese Werkstoffe einwirkenden Spannungsbelastung treten durch die Veränderungen ihres Kristallgitters verschiedene für FGL typische Effekte auf: der bekannte Pseudoelastizitätseffekt, der Gummieffekt, der Einweg- und der Zweiwege-Gedächtniseffekt. Unter diesen Werkstoffen stellen Titan-Nickel-Legierungen (TiNi) wie Nitinol sowie kupferbasierte Legierungen (CuZnAl, CuAlBe, CuAlNi, …) die beiden wichtigsten verwendeten FGL-Typen dar. Ihre Anwendungen finden sich insbesondere in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik und in der Brillenindustrie. Die chemische Zusammensetzung dieser Werkstoffe bestimmt ihre spezifischen Formgedächtniseigenschaften, da sie die thermischen und mechanischen Eigenschaften ihrer Phasenumwandlungen direkt beeinflusst. Daher ermöglicht die Bestimmung der elementaren chemischen Zusammensetzung dieser Werkstoffe, die hauptsächlich mit Spezialanalysatoren und ICP durchgeführt wird, die Kontrolle ihrer spezifischen FGL-Eigenschaften, die auch direkt aus thermischer Sicht (kalorimetrische Analyse vom Typ DSC), strukturell (Analyse durch Röntgendiffraktion: DRX) und mechanisch (Dynamometerversuche) charakterisiert werden können. Mit seiner bedeutenden Erfahrung in der Umsetzung dieser Techniken und der Entwicklung spezifischer Methoden begleitet Sie FILAB bei Ihren Anforderungen an Kontrolle, Gutachten oder Prozessentwicklung für Ihre Formgedächtniswerkstoffe.

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