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REACH: Kennen Sie die Zusammensetzung Ihrer Polymere wirklich?

Polymere sind in vielen Industriezweigen allgegenwärtig: Verpackung, Automobilindustrie, Medizin, Elektronik, Bauwesen oder auch Konsumgüter. Dennoch verfügen viele Unternehmen nicht über ein vollständiges Wissen über die chemische Zusammensetzung ihrer Materialien.

In einem immer anspruchsvolleren regulatorischen Umfeld, insbesondere mit der REACH-Verordnung, kann dieses Wissensdefizit ein erhebliches Risiko darstellen. Sind Sie sicher, dass Ihre Polymere keine regulierten Stoffe enthalten oder Stoffe, die künftig reguliert werden könnten?

REACH und Polymere: Welche Pflichten haben Industrieunternehmen?

Die REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) zielt darauf ab, den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den mit chemischen Stoffen verbundenen Risiken zu verbessern.

Auch wenn Polymere derzeit von einer besonderen Regelung profitieren und nicht einer systematischen Registrierungspflicht unterliegen, können die darin enthaltenen Monomere, Additive, Füllstoffe, Weichmacher, Stabilisatoren oder Verunreinigungen sehr wohl unter REACH fallen.

Darüber hinaus verschärfen die europäischen regulatorischen Entwicklungen schrittweise die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit und Charakterisierung von Polymermaterialien. Hersteller, Importeure und Anwender müssen in der Lage sein, die Konformität ihrer Produkte nachzuweisen und künftige Beschränkungen zu antizipieren.

Die Risiken eines unvollständigen Wissens über Ihre Materialien

Die Formulierung eines Polymers ist oft komplex. Über die Hauptmatrix hinaus kann sie Folgendes enthalten:

  • Weichmacher ;
  • Flammschutzmittel ;
  • Antioxidantien ;
  • UV-Stabilisatoren ;
  • mineralische Füllstoffe ;
  • Farbstoffe ;
  • Syntheserückstände oder Verunreinigungen.

Einige dieser Verbindungen können in geringen Konzentrationen vorhanden sein, aber dennoch ein erhebliches regulatorisches Thema darstellen, insbesondere wenn sie auf der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) stehen.

Ein unzureichendes Wissen über die Zusammensetzung kann zu Folgendem führen:

  • Schwierigkeiten bei Lieferantenaudits ;
  • Risiken der Nichteinhaltung gesetzlicher Vorgaben ;
  • Exportblockaden ;
  • Produktrückrufen ;
  • Vertrauensverlust bei Kunden und Auftraggebern.

Wie lassen sich die in einem Polymer enthaltenen Stoffe identifizieren?

Die Identifizierung der Bestandteile eines Polymers erfordert oft einen analytischen Multi-Technique-Ansatz. Je nach Art des Materials und den Zielen der Untersuchung können mehrere Methoden eingesetzt werden:

Chemische Analyse der Additive

Chromatographische Techniken in Kombination mit Massenspektrometrie ermöglichen die Identifizierung und Quantifizierung zahlreicher organischer Verbindungen, die in Polymerformulierungen enthalten sind.

Charakterisierung der Polymermatrix

Die Infrarotspektroskopie (FTIR), die mit GC-MS gekoppelte Pyrolyse (Py-GC-MS) oder auch thermische Analysen ermöglichen es, die Art des Polymers zu bestimmen und Informationen über seine Struktur zu gewinnen.

Gezielte Suche nach regulierten Stoffen

Die Analysen können auf den Nachweis spezifischer Stoffe ausgerichtet werden, die im Rahmen von REACH, RoHS oder anderen sektoralen Vorschriften Beschränkungen oder Meldepflichten unterliegen.

Regulatorische Entwicklungen antizipieren

Die Listen regulierter Stoffe ändern sich regelmäßig. Eine heute konforme Formulierung kann morgen problematisch werden.

Ein tiefgehendes Wissen über die Zusammensetzung der eigenen Materialien ermöglicht es:

  • regulatorische Änderungen zu antizipieren ;
  • die Versorgungssicherheit zu gewährleisten ;
  • schnell auf Kundenanfragen zu reagieren ;
  • industrielle und kommerzielle Risiken zu begrenzen.

Ein proaktiver Charakterisierungsansatz ist damit ein echter Hebel zur Risikokontrolle und Wettbewerbsfähigkeit.

FILAB unterstützt Industrieunternehmen bei der Charakterisierung ihrer Polymere

Als unabhängiges Labor mit Sitz in Dijon unterstützt FILAB Industrieunternehmen bei der Identifizierung, Charakterisierung und Analyse von Polymermaterialien.

Dank der Expertise seiner Ingenieure und eines hochmodernen Analyseparks führt FILAB maßgeschneiderte Untersuchungen durch, um:

  • die Zusammensetzung von Polymeren zu identifizieren ;
  • Additive und vorhandene Stoffe zu charakterisieren ;
  • regulierte Stoffe zu suchen ;
  • REACH-Konformitätsprozesse zu begleiten ;
  • Kontaminations- oder Materialfehlerprobleme zu untersuchen.

Möchten Sie die Konformität Ihrer Materialien überprüfen oder ihre Zusammensetzung besser kennenlernen? Die Experten von FILAB begleiten Sie bei Ihren Analyse- und Charakterisierungsprojekten für Polymere.