Analyse per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen - PFAS im Labor
PFAS-Analyse: regulatorische Konformität und chemische Charakterisierung
Was sind PFAS?
PFAS (Per- and PolyFluoroAlkyl Substances / per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine große Familie (mehrere Tausend) von Molekülen, die mindestens ein stark fluoriertes Kohlenstoffmotiv (C–F-Bindungen) enthalten, das sehr stabil ist. Diese Stabilität erklärt ihre Persistenz in der Umwelt und oft auch im Organismus, weshalb sie den Spitznamen „ewige Schadstoffe“ tragen.
Es handelt sich um chemische Verbindungen mit antihaftenden, wasserabweisenden oder auch hochtemperaturbeständigen Eigenschaften.
Die per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) unterliegen inzwischen in Frankreich und Europa erheblichen regulatorischen Beschränkungen, was zahlreiche Industriezweige betrifft: Kosmetik, Textil, Kunststoffverarbeitung, Beschichtungen, technische Materialien, Industrieausrüstungen usw.
Die PFAS-Expertise von FILAB
FILAB ist ein unabhängiges Labor für analytische Chemie und Materialcharakterisierung und ist auf die Analyse regulierter Stoffe, insbesondere in komplexen Matrizes, spezialisiert.
Unser Ansatz beschränkt sich nicht auf eine einfache Dosierung:
Wir kombinieren mehrere ergänzende Analysetechniken, um das Vorhandensein von PFAS zu identifizieren, zu quantifizieren und zu interpretieren, einschließlich ihrer polymeren Formen.
Unsere PFAS-Analysedienstleistungen
Gezielte PFAS-Analyse: 20 Substanzen
1 bis 10 ppb je nach Matrix
- Regulatorische Bestandsaufnahme
- Produktkonformitätsprüfung
- Lieferantenkontrolle
- PFAS-Vorprüfung
Erweiterte PFAS-Analyse: 36 Substanzen
- 1 bis 20 ppb je nach Matrix
- Kosmetik
- Kunststoffverarbeitung
- Technische Textilien
- Oberflächenbehandlungen
- Verbundwerkstoffe
Bestimmung des Gesamtfluors
- Verbrennung + Ionenchromatographie (IC)
- Ofenschmelze (Perle) + IC
- Gesamtnachweis bei behördlichen Kontrollen
- Orientierungshilfe für ergänzende Analysen
- Nachweis der Konformität „fluorfrei“
Kritischer Fall: polymere PFAS
Gesamtfluor> 50 ppm & gezielte PFAS <25 ppb ?
Dies deutet auf das wahrscheinliche Vorhandensein polymerer PFAS hin, die mit herkömmlichen zielgerichteten Methoden nicht nachweisbar sind.
Unsere Lösung: Qualitatives Screening mittels Pyrolyse-GC/MS (Py-GCMS)
Diese Technik ermöglicht:
- die Identifizierung von Signaturen fluorierter Polymere
- die Unterscheidung zwischen polymeren PFAS und Nicht-PFAS
- einen wissenschaftlichen Nachweis im Falle eines Audits oder einer Inspektion zu liefern
Warum FILAB wählen?
Bestimmung von PFAS in fertigen Kosmetikprodukten (Emulsionen, Make-up, Lotionen…) und kosmetischen Rohstoffen
Bestimmung des Gesamtfluors mittels CLI nach der Verbrennung
Quantifizierung fluorierter Moleküle mittels LC-MS
Suche nach Spuren elementarer Verunreinigungen (Kontamination, Verschmutzung, Rückstände…)
Screening mittels LC-MS auf der Suche nach fluorierten Molekülen
Analyse von APIs, Hilfsstoffen, Rohstoffen, Reagenzien und Lösungsmitteln im Pharmasektor
PFAS – wie steht es um die Regulierung?
Seit dem französischen Gesetz Nr. 2025-188 vom 27. Februar 2025 (Umweltgesetzbuch, Art. L.524-1) wird die Verwendung von Produkten, die PFAS enthalten, schrittweise verboten, mit wichtigen Fristen:
- Seit dem 1. Januar 2026 : Verbot des Inverkehrbringens bestimmter PFAS-haltiger Produkte (darunter Kosmetikprodukte).
- Ab 2030 : Ausweitung auf Textilien und andere industrielle Anwendungen (mit Ausnahmen für wesentliche Verwendungen).
- REACH-Verordnung (EU) : Eine „universelle“ PFAS-Beschränkung wird derzeit von der ECHA bewertet und verschärft die Kontroll- und Rückverfolgbarkeitspflichten in den Lieferketten.
- Feuerlöschschäume: schrittweises Verbot in der EU, mit einem regulatorischen Grenzwert von 1 mg/L für die Summe der PFAS.
Wir laden Sie ein, uns zu kontaktieren, um die für Ihr Produkt geltenden Grenzwerte zu erfahren und mit unseren Experten über deren Interpretation im Hinblick auf Ihre Matrix zu sprechen 📞📧.
FAQ
Eine PFAS-Analyse zielt darauf ab, per- und polyfluoralkylierte Substanzen in einer Matrix (flüssig, fest, Pulver, Polymer usw.) mithilfe von mit Massenspektrometrie gekoppelten chromatographischen Techniken (LC-MS/MS) nachzuweisen und zu quantifizieren.
Diese Stoffe werden wegen ihrer antihaftenden, wasserabweisenden und hitzebeständigen Eigenschaften eingesetzt in:
- den Antihaftbeschichtungen (Küchenutensilien, technische Textilien) ;
- den Kosmetika und Lebensmittelverpackungen ;
- den industriellen Additiven (Farben, Lacke, Schmierstoffe).
Welche Arten von Proben können auf PFAS getestet werden?
Das Labor FILAB analysiert PFAS in Arzneimitteln, Kosmetika, Lösungsmitteln, Lebensmittelverpackungen und Polymermaterialien.
Die Analysen werden hauptsächlich mittels LC-MS/MS oder durch ionische Verbrennung (CLI) zur Bestimmung des Gesamtfluors durchgeführt. Diese Methoden ermöglichen je nach Matrix Nachweisgrenzen von 1 bis 10 ppb.
Das Labor FILAB bietet die Analyse von 36 PFAS an, einschließlich der 20 in der europäischen Wasserrahmenrichtlinie genannten Substanzen wie PFOA, PFOS, PFHxA, PFNA oder PFDA.
Seit Februar 2025 sieht das französische Gesetz ein schrittweises Verbot von PFAS in Kosmetika, Bekleidungstextilien und Skiswachsen ab dem 1. Januar 2026 vor.
Im Rahmen einer regulatorischen Nichtkonformität, einer Prozessverbesserung oder eines Produktversagens können Industrieunternehmen dazu veranlasst werden, Analysen per- und polyfluoralkylierter Substanzen durchzuführen.
Da sie erheblichen regulatorischen Auflagen unterliegen, ist die Kontrolle ihres Vorhandenseins daher unerlässlich.
Die Durchführung dieser Stoffkontrollen erfordert präzise Werkzeuge, die bis in den ppm- oder sogar ppb-Bereich messen können. Bei FILAB werden sie mittels LC-MSMS durchgeführt, und wir sind in der Lage, je nach Matrix eine Quantifizierungsgrenze von 1 bis 10 ppb zu erreichen.