Fallstudie

PFAS-Substanzen: Die unsichtbare Herausforderung der Industrie

Das Management von PFAS und die Reduzierung ihrer Auswirkungen beruhen auf präzisen Analysen und proaktiven Strategien.
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Die Herausforderungen von PFAS-Substanzen verstehen

Per- und polyfluoralkylierte Substanzen, besser bekannt als PFAS, sind eine komplexe Gruppe von mehr als 4.000 chemischen Verbindungen mit bemerkenswerten Eigenschaften.

Dank ihrer antihaftenden, wasserabweisenden und extrem temperaturbeständigen Eigenschaften werden sie in einer Vielzahl industrieller Anwendungen und Konsumgüter eingesetzt.

Seit den 1950er-Jahren sind sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, von Küchenpfannen bis hin zu Feuerwehrausrüstung. Doch diese Moleküle haben auch eine dunkle Seite: Ihre extreme Beständigkeit macht sie in der Umwelt nahezu unzerstörbar, weshalb sie den Spitznamen „ewige Schadstoffe“ tragen. Ihre Persistenz und Anreicherung stellen große Herausforderungen für die Abfallwirtschaft und die Umweltverschmutzung dar.

Inhaltsverzeichnis

01
Nachweis und Management von PFAS
02
Alternative Lösungen finden, um die dauerhafte Haftung des Klebstoffs sicherzustellen
03
Schnelles quantitatives Fluor-Screening
04
Konkrete Fälle: die Jagd nach Fluor
05
Start der Analysen im FILAB-Labor: unsere Lösungen, unsere Routine!
06
Ergebnisse, die für sich sprechen
01

Nachweis und Management von PFAS

Die allgegenwärtige Präsenz von PFAS in der Umwelt und in Industrieprodukten erfordert ständige Wachsamkeit und fortschrittliche Nachweistechnologien. Das Management von PFAS und die Reduzierung ihrer Auswirkungen beruhen auf präzisen Analysen und proaktiven Strategien.

Erfahren Sie, wie Sie PFAS in Ihren industriellen Prozessen effektiv nachweisen und managen können, um eine bessere Konformität und eine sicherere Umwelt zu gewährleisten.

02

Ist Ihr Produkt sicher? Die Bedeutung der Fluorbestimmung

Fluor-Analyse und PFAS-Konformität
Im aktuellen regulatorischen Kontext ist die genaue Kenntnis der Zusammensetzung Ihrer Produkte von entscheidender Bedeutung. Die Fluorbestimmung ist ein wichtiger Indikator, um das potenzielle Vorhandensein von PFAS zu ermitteln.

„Mein Werkstoffdatenblatt weist eine Reinheit von 99,99 % aus – was ist mit den fehlenden 0,01 % (100 ppm)?“

„4000 PFAS?! Gibt es da nicht 1 Hauptsubstanz, an der man sich orientieren kann?!“

„Kein ‚Fluor…‘ auf meinem Werkstoffdatenblatt, also nicht betroffen!?“

„4000 zu suchende Verbindungen … das wird mich sehr teuer zu stehen kommen!!!“

Auf Grundlage Ihrer Herausforderungen hilft Ihnen FILAB heute dabei, sich schnell zur potenziellen Präsenz fluorhaltiger Verbindungen zu positionieren, indem wir ein schnelles quantitatives Screening durchführen

03

Schnelles quantitatives Fluor-Screening

Mit der Entwicklung der PFAS-Regulierung ist die Fähigkeit, Fluor in Ihren Produkten schnell und präzise nachzuweisen, unerlässlich.
Dieser Ansatz ermöglicht es Ihnen, den Anteil an Gesamtfluor in Ihren Produkten bis auf ppm-Ebene zu kennen, um festzustellen, ob ein PFAS-Risiko besteht oder nicht.

04

Konkrete Fälle: die Jagd nach Fluor

Fluor-Suche in verschiedenen Industriesektoren.
PFAS sind eine branchenübergreifende Herausforderung, die viele Industriezweige betrifft. Ob in der Polymer-, Beschichtungs- oder Batterietechnologieindustrie – der Nachweis von Fluor ist entscheidend. FILAB unterstützt Unternehmen dabei, Fluor in einer Vielzahl von Produkten aufzuspüren und fundierte Maßnahmen zur Reduzierung der PFAS-Risiken zu ergreifen.

Daher beauftragen mehrere Industrieunternehmen aus allen Branchen FILAB mit der Suche nach Fluorspuren in Produkten wie:

  • Kunde 1: die Suche nach Fluor in Skiwachsen und anderen Polymeren,
  • Kunde 2: die Suche nach Fluor in Lacken und Tinten,
  • Kunde 3: die Suche nach Fluor in Batteriezerkleinerungen …
05

Start der Analysen im FILAB-Labor: unsere Lösungen, unsere Routine!

Der erste Schritt besteht in der Probenvorbereitung. Dadurch wird aus einer meist festen Probe eine klare flüssige Lösung gewonnen, in der das Element Fluor „eingeschlossen“ vorliegt, sodass es anschließend quantifiziert werden kann.

Dieser Schritt erfolgt durch Verbrennung unter Sauerstoffdruck in einer Kalorimeterbombe. Die Probe wird bei hoher Temperatur verbrannt, wodurch unter anderem Fluor in Form von Halogeniden freigesetzt wird. Dieses Fluor wird anschließend in einer Absorptionslösung gebunden, bevor es auf eine der vier am FILAB vorhandenen Ionenchromatographie-(IC)-Anlagen injiziert wird.

Diese Spitzentechnologie, kombiniert mit einem Leitfähigkeitsdetektor, ermöglicht die spezifische Quantifizierung von Halogenen, einschließlich Fluor.

Beispiel eines in der IC erhaltenen Chromatogramms (das Fluor im roten Rahmen)

06

Ergebnisse, die für sich sprechen

Klarheit und Konformität im PFAS-Management
Die präzisen Ergebnisse schaffen die nötige Klarheit im PFAS-Management. Ob Sie das Nichtvorhandensein von PFAS bestätigen oder Korrekturmaßnahmen einleiten möchten – unsere Berichte liefern Ihnen die Informationen, die Sie für fundierte Entscheidungen benötigen.

Engagement für Exzellenz und Sicherheit
Im FILAB-Labor wissen wir, wie wichtig präzise und zuverlässige Analysen für das PFAS-Management sind. Unser Engagement für wissenschaftliche Exzellenz und Kundenzufriedenheit macht uns zu einem bevorzugten Partner für Unternehmen, die sich den PFAS-Herausforderungen stellen.

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Häufige Fragen

Warum sollte bei einer ersten Untersuchung auf PFAS das Gesamtfluor bestimmt werden?

Die Bestimmung des Gesamtfluors ist ein erster Ansatz, um das Vorhandensein fluorierter Verbindungen in einem Produkt festzustellen. Im Artikel stellt FILAB dieses Screening für Polymere, Lacke, Druckfarben und Batteriezerkleinerungsprodukte vor. Das Ergebnis hilft dabei, die weiteren Untersuchungen auszurichten, ermöglicht jedoch allein keine Identifizierung der möglicherweise vorhandenen PFAS.

Wie misst FILAB Fluor in festen industriellen Proben?

Bei dem vorgestellten Verfahren wird die Probe durch Verbrennung unter Sauerstoffdruck aufbereitet. Das freigesetzte Fluor wird in einer Absorptionslösung aufgefangen und anschließend mittels Ionenchromatografie mit konduktometrischer Detektion bestimmt. Probenvorbereitung und Leistungsfähigkeit der Methode müssen an die Matrix und das Analyseziel angepasst werden.

Beweist ein positives Ergebnis für Gesamtfluor das Vorhandensein von PFAS?

Ein positives Ergebnis für Gesamtfluor beweist allein nicht das Vorhandensein von PFAS. Die Methode misst das zurückgewonnene Fluor, ohne alle chemischen Formen voneinander zu unterscheiden. Eine gezielte Untersuchung auf bestimmte Moleküle oder ergänzende Analysen können erforderlich sein, um die Ursache des Signals zu klären und die gestellte Frage zu beantworten.

Erlaubt ein nicht nachgewiesener Gesamtfluorgehalt die Aussage, dass ein Produkt keinerlei PFAS enthält?

Ein nicht nachgewiesenes Ergebnis bedeutet, dass im untersuchten Probenmaterial kein Fluor oberhalb der Bestimmungsgrenze der Methode gemessen wurde. Es stellt keinen absoluten Nachweis für das Fehlen sämtlicher PFAS dar. Bei der Interpretation müssen die Bestimmungsgrenze, die Probenvorbereitung, die Repräsentativität der Probenahme und die untersuchten Substanzen berücksichtigt werden.

Wie wählt man zwischen einem Fluor-Screening und einer gezielten PFAS-Analyse?

Das Fluor-Screening dient einer umfassenden ersten Erfassung, während eine gezielte Analyse nach definierten Stoffen sucht. Die Wahl hängt von der Matrix, der industriellen Fragestellung und den zu überprüfenden Kriterien ab. Beide Ansätze können sich ergänzen: Eine Gesamtmessung lenkt die Untersuchung, anschließend präzisiert eine gezielte Suche die relevanten Verbindungen.