Fallstudie

Vergleich der Qualität einer Metalloxid-Beschichtung auf einer Skibrille mittels AFM

Der Kunde möchte die Qualität des Metalloxids für seine Skibrille vergleichen.
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Worin besteht die Problematik?

Der Hersteller von Skibrillen möchte eine neue Generation von Brillen (#R&D) im Premiumsegment entwickeln, die innovative Funktionen zur Verbesserung des Nutzererlebnisses integrieren. Diese Brillen müssen insbesondere mit einer transparenten leitfähigen Beschichtung ausgestattet sein, die Folgendes ermöglicht:

  • die Kontrolle der Beschlagbildung
  • eine erhöhte Kratz- und Verschleißfestigkeit, um den Anforderungen von Outdoor-Sportaktivitäten gerecht zu werden
  • ein leichtes und flexibles Design, das an ergonomische Anforderungen angepasst ist und gleichzeitig eine hervorragende optische Qualität beibehält.

Die Wahl der Ausgangsmaterialien, insbesondere zwischen starren Substraten (wie Mineralglas) und flexiblen Substraten (wie PET), beeinflusst jedoch die Qualität der für diese Funktionen verwendeten Metalloxidabscheidung erheblich.

Ziele : die Qualität einer Metalloxidabscheidung auf zwei Substrattypen zu vergleichen: einem Mineralglas und einem PET-Glas (Polyethylenterephthalat). Dieser Vergleich wird mithilfe topografischer und elektrischer Analysen durchgeführt, um die Homogenität und die leitfähigen Eigenschaften der Beschichtung zu charakterisieren.

Inhaltsverzeichnis

01
Methodisches Vorgehen
02
Ergebnisse
03
Fazit
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Methodisches Vorgehen

  1. Probenvorbereitung

Die Metalloxidabscheidungen werden auf zwei Substraten aufgebracht:

Ein Mineralglas: Diese Glasart wird wegen ihrer starren und stabilen Oberfläche gewählt, die eine ideale Grundlage für das gleichmäßige Aufbringen einer dünnen Beschichtung bietet.

Ein PET-Glas: PET, ein flexibler Polymerwerkstoff, wird häufig in Anwendungen eingesetzt, bei denen Leichtigkeit und Widerstandsfähigkeit erforderlich sind, stellt jedoch Herausforderungen für die Gleichmäßigkeit dünner Schichten dar.

Für jedes Substrat werden drei unterschiedliche Bereiche untersucht, um die Repräsentativität der Ergebnisse sicherzustellen. Diese Bereiche werden zufällig ausgewählt, wobei die Ränder vermieden werden, um Verzerrungen durch nicht homogene Bedingungen zu minimieren.

  1. Analysen mit dem Rasterkraftmikroskop (AFM)

caractérisation de nanomatériaux par AFM

Nicht-Kontakt-Modus : Dieser Modus ermöglicht eine präzise 3D-Kartierung der Probenoberfläche. Diese Bilder werden genutzt, um die Homogenität der Metalloxidabscheidung auf jedem Substrat zu bewerten. Topografische Parameter wie die mittlere Rauheit und lokale Schwankungen werden analysiert.

Elektrischer Modus : Dieser Modus ermöglicht die Messung der elektrischen Leitfähigkeitseigenschaften der Metalloxidbeschichtungen. Da Metalloxid ein leitfähiges Material ist, können Unterschiede in der elektrischen Antwort zwischen den Proben auf Variationen in der Qualität der Abscheidung hinweisen.

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Ergebnisse

1. Topografische Analyse 

Die im Nicht-Kontakt-Modus erhaltenen 3D-Karten zeigten folgende Unterschiede:

Mineralglas: Die Metalloxidabscheidung ist sehr homogen, mit einer durchgehenden Präsenz von Körnern mit einem Durchmesser von etwa hundert Nanometern. Die Messungen der mittleren Rauheit liefern ähnliche Ergebnisse. Dies zeigt, dass die Beschichtung auf diesem Substrat von guter Qualität ist.

PET-Glas : Auf der Beschichtungsoberfläche werden Defekte beobachtet, die auf eine geringere Homogenität hinweisen. Zu den Defektbereichen gehören Unregelmäßigkeiten in der Schichtdicke, die auf Spannungen im Zusammenhang mit der Flexibilität des Substrats zurückgeführt werden können.

2. Elektrische Analyse

Die elektrischen Messungen zeigen eine deutlich höhere Leitfähigkeit der Beschichtung auf Mineralglas im Vergleich zu PET-Glas. Dieser Unterschied wird folgenden Faktoren zugeschrieben:

  • Die strukturelle Kontinuität der Beschichtung auf Mineralglas
  • Die auf PET-Glas vorhandenen Unregelmäßigkeiten, die lokale Unterbrechungen im leitfähigen Netzwerk des Metalloxids verursachen können.

 

3. Zusammenfassung der Beobachtungen

Die topografischen Analysen und elektrischen Analysen stimmen überein und zeigen, dass:

  • Die Metalloxidabscheidung auf Mineralglas ist homogener und weist bessere leitfähige Eigenschaften auf.
  • Die Beschichtung auf PET-Glas weist strukturelle Defekte und porenähnliche Stellen auf, die ihre Gesamtqualität negativ beeinflussen. Diese Poren könnten durch Anpassungen der Abscheidungsparameter oder eine Vorbehandlung des PET-Substrats reduziert werden.
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Fazit

Diese Studie hebt die erheblichen Qualitätsunterschiede zwischen Metalloxidabscheidungen auf zwei Substrattypen, Mineralglas und PET-Glas, im Kontext der Entwicklung hochwertiger Skibrillen hervor.

Die mit dem Rasterkraftmikroskop (AFM) durchgeführten topografischen und elektrischen Analysen zeigen, dass:

  • Mineralglas bietet eine starre und stabile Oberfläche, die eine homogene und glatte Abscheidung begünstigt. Diese strukturelle Homogenität führt zu einer hohen elektrischen Leitfähigkeit, die entscheidend ist, um die Leistung der Beschichtung sicherzustellen, insbesondere bei beheizten Antibeschlag-Anwendungen.
  • PET-Glas ist zwar leicht und flexibel, weist jedoch Unregelmäßigkeiten in der Metalloxidabscheidung auf. Diese porenähnlichen Defekte beeinträchtigen sowohl die Homogenität als auch die elektrische Leitfähigkeit und machen dieses Substrat in seinem aktuellen Zustand weniger leistungsfähig.

 

Auswirkungen auf die Entwicklung von Skibrillen

Die Ergebnisse zeigen, dass Mineralglas die optimale Wahl ist, um eine hochwertige Beschichtung zu gewährleisten, sein Gewicht und seine Steifigkeit jedoch den Einsatz in Skibrillen einschränken können. Dagegen könnten Verbesserungen für PET-Glas, wie Oberflächenbehandlungen oder Optimierungen der Abscheidungsparameter, es zu einem geeigneten Kandidaten machen.

Zusammenfassend unterstützt diese Studie den Hersteller bei seinen strategischen Entscheidungen und unterstreicht die Notwendigkeit eines Kompromisses zwischen technischen Leistungen und den ergonomischen Anforderungen von Hochleistungssportgeräten.

Bei Fragen zu dieser Fallstudie kontaktieren Sie uns bitte direkt unter contact@filab.fr. 

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