Fallstudie

Die Art einer Ablagerung am Boden eines Behälters identifizieren – wie?

Der Kunde wandte sich an FILAB, um die Art einer Ablagerung am Boden eines Autoklavbehälters zu bestimmen.
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Worin besteht die Problematik?

Eine Ablagerung ist die Ansammlung von Stoffen oder Partikeln, die aus verschiedenen Quellen stammen können, etwa aus der Ausfällung unlöslicher chemischer Bestandteile, der Aggregation suspendierter Partikel, Korrosion oder auch der Verunreinigung durch Fremdstoffe.

Der Kunde wandte sich an FILAB, ein auf Materialcharakterisierung und chemische Analysen spezialisiertes Labor, um die Art einer Ablagerung am Boden eines Autoklavbehälters zu bestimmen. Der Kunde möchte die Integrität seiner Anlage sicherstellen, damit ihre Leistung nicht beeinträchtigt wird.

Inhaltsverzeichnis

01
Erste Analysen mittels REM-EDX
02
Ergänzende Analysen mittels FTIR
03
Fazit der Studie
01

Erste Analysen mittels REM-EDX

Die durchgeführten REM-FEG-Beobachtungen und EDX-Analysen führten zu den folgenden Ergebnissen. Die im Behälter gefundene Ablagerung besteht überwiegend aus Kohlenstoff (C), Sauerstoff (O), Calcium (Ca) und Natrium (Na) sowie in geringeren Mengen aus Magnesium (Mg) und Silizium (Si) und außerdem aus Spuren von Stickstoff (N), Schwefel (S), Chlor (Cl), Eisen (Fe) und Kupfer (Cu).

02

Ergänzende Analysen mittels FTIR

Bei der FTIR-Analyse wurden die folgenden charakteristischen Absorptionsbänder beobachtet:

  • Ein breites Band bei 1403 cm-1, charakteristisch für die Streckschwingung der Carbonatbindungen;
  • Zwei schmale Peaks bei 871 und 712 cm-1, charakteristisch für die Deformationsschwingung der Carbonatbindungen.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse scheint das Spektrum der beobachteten Ablagerung dem Spektrum einer Referenzverbindung vom Typ Calciumcarbonat zu entsprechen.

 

Die erzielten Ergebnisse...

Die für diese Untersuchung durchgeführten Analysen haben gezeigt, dass die untersuchten Proben hauptsächlich Kohlenstoff, Sauerstoff und Calcium enthalten. Auf Grundlage dieser Elementzusammensetzung kam die Identifizierungshypothese zu dem Schluss, dass in den analysierten Ablagerungen Calciumcarbonat vorhanden ist.

03

Fazit der Studie

Die Entdeckung von Calciumcarbonat als Hauptbestandteil der analysierten Ablagerung verschaffte unserem Kunden einen wertvollen Einblick in die Ursache der Verstopfungen in seinen Anlagen. Diese Analyse führte zur Entwicklung eines speziell angepassten vorbeugenden Wartungsprogramms, um den Auswirkungen von Carbonatablagerungen entgegenzuwirken und so die Leistung und Langlebigkeit der Anlagen zu verbessern.

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