Labor für Bruchanalyse

Materialcharakterisierung Problemlösung Unterstützung für F&E
+140 Mitarbeitende
+140 Mitarbeitende für Sie da
5200 m² Laborfläche
5200 m² Laborfläche Über 99 % der Leistungen werden intern erbracht
Akkreditiertes Labor
Akkreditiertes Labor COFRAC ISO 17025

Die Bruchanalyse - eine Spezialität des FILAB-Labors

Die Bruchanalyse ist ein Ansatz, der die Untersuchung der Ursachen, Mechanismen und Folgen des Bruchs eines Materials oder einer Struktur umfasst. Die Bruchanalyse nutzt Daten aus der Fraktographie, bezieht jedoch auch andere Informationen ein, wie die Eigenschaften des Materials, die Einsatzbedingungen, die Bauteilkonstruktion, die wirkenden Belastungen und die Ergebnisse von mechanischen Prüfungen. Ziel dieser Analyse ist es, nicht nur zu verstehen, wie der Bruch entstanden ist, sondern auch, warum er im spezifischen Anwendungskontext des Materials oder Bauteils aufgetreten ist.

rupture ductile MEB
Duktiler Bruch im REM

Möchten Sie eine Bruchanalyse im Labor durchführen lassen?

Was ist der Bruch eines Materials?

Der Bruch eines Materials tritt auf, wenn die aufgebrachte Kraft die Festigkeit dieses Materials übersteigt. Diese Festigkeit kann durch zahlreiche Faktoren beeinflusst werden, wie etwa die Temperatur, die chemische Zusammensetzung des Materials oder einen Defekt.

Je nach Art des Materials und der Art der Krafteinwirkung können verschiedene Brucharten beobachtet werden. So können einige Materialien einen duktilen Bruch erleiden, bei dem sie sich vor dem Bruch erheblich verformen, während andere einen spröden Bruch aufweisen, bei dem sie ohne nennenswerte Verformung zerbrechen.

FILAB unterstützt Industrieunternehmen bei der Expertise und Analyse von Brüchen

Unsere Leistungen zur Bruchanalyse im Labor

Der Bruch von Materialien ist für viele Branchen ein zentrales Thema, etwa in der Luft- und Raumfahrt oder der Automobilindustrie. Um die Ursachen von Brüchen präzise zu analysieren, bietet das FILAB-Labor seine Expertise im Bereich der Bruchanalyse an – dank modernster Techniken und eines Expertenteams.

Unsere technischen Mittel für die Bruchanalyse

analyses MEB-EDX

Diese Untersuchungen zur Bruchanalyse werden mittels Rasterelektronenmikroskopie in Kombination mit einer EDX-Mikrosonde durchgeführt, einem hochentwickelten Instrument, das nicht nur bei der Anwendung, sondern vor allem bei der Interpretation durch unsere Experten spezifisches Know-how erfordert. Ergänzend können mikrographische Beobachtungen in der Lichtmikroskopie, Härtemessungen sowie mechanische Prüfungen (Zugversuch, Kerbschlagzähigkeit usw.) durchgeführt werden, um die Diagnose zu verfeinern und die Aussagekraft der Schlussfolgerungen zum Bruchphänomen zu erhöhen.

Schließlich kann das FILAB-Labor die Legierung des gebrochenen Metallteils mittels ICP-MS, ICP-MS-MS oder ICP-AES bestätigen, um sicherzustellen, dass sie den von unseren Kunden geforderten technischen Spezifikationen entspricht.

Rupture fragile MEB
Sprödbruch im REM
rupture ductile MEB
Duktiler Bruch im REM

Die Ursachen für den Bruch eines Bauteils

Im Kontext der industriellen Produktion können Brüche eines Materials oder eines gefertigten Bauteils erhebliche wirtschaftliche und menschliche Folgen haben. Viele Ursachen können die Ursache eines Materialbruchs sein – von der Qualität der verwendeten Materialien über die eingesetzten Produktionsverfahren bis hin zur Umgebung:

Übermäßige mechanische Belastungen : Überlastung, Vibrationen, Stöße, thermische Spannungen.
Konstruktionsfehler des Bauteils : ungeeignete Formen oder Materialauswahl.
Fertigungsfehler : Risse, Porositäten, Einschlüsse oder Schwachstellen im Material des Bauteils können zu Brüchen führen.
Umgebungsbedingungen : Temperaturschwankungen können zu thermischer Ausdehnung oder Kontraktion des Bauteils führen, was Verformungen, innere Spannungen und Brüche verursachen kann. Die Exposition gegenüber korrosiven Umgebungen kann das Bauteil im Laufe der Zeit schwächen und schließlich zu einem Bruch führen.
Mechanische Ausfälle 

Unsere Bruchexpertise für verschiedene Materialien

Jedes Material besitzt Eigenschaften, die sein Verhalten bei Brüchen beeinflussen. Das FILAB-Labor führt Bruchanalysen an verschiedenen Materialien durch: Metallwerkstoffe, Polymere, Verbundwerkstoffe, Glas. Und genauer: Stahl, Eisen und Aluminium, Kunststoff und Gummi.

Hochentwickelte technische Mittel werden eingesetzt, um Bruchphänomene zu simulieren und so robustere und langlebigere Bauteile zu entwickeln. Verbundbauteile, die aus mehreren Materialschichten bestehen, können auf komplexe und schrittweise Weise brechen, mit der Ausbreitung von Rissen. Kunststoffbauteile hingegen neigen eher dazu, sich vor dem Bruch zu verformen. Schließlich haben Metallbauteile die Tendenz, sich plastisch zu verformen, bevor sie plötzlich brechen.

Bruchanalyse für Metallteile

Unter den Ausfällen, die unsere Experten täglich untersuchen, die Bruchanalyse von Metallteilen ist ein Untersuchungsfeld, mit dem unsere Kunden regelmäßig konfrontiert sind. Sie erfordert die Umsetzung eines methodischen Vorgehens, um zu einer wirksamen Diagnose zu gelangen.

Schritt 1: Erhebung vorläufiger Daten

Auch wenn die Erfassung der verfügbaren Informationen zum Bruch sinnvoll ist (Art, Werkstoffzeugnis, Montageinformationen usw.), ist das Wissen über die Entstehungsbedingungen des Bruchs strategisch entscheidend. Ein isoliertes Ereignis oder nicht, Auftreten während des Produktionsprozesses oder erst nach der Markteinführung … Je präziser diese Daten sind, desto wirksamer ist die Interpretation der Analyseergebnisse und desto relevanter sind die Schlussfolgerungen zur Ursache des Bruchs.

Schritt 2: Verständnis des Ursprungs des Phänomens

Die Charakterisierung und Analyse von Brüchen beginnen in der Regel mit einer Sichtprüfung. Diese Prüfung ermöglicht es, die Geometrie des Bauteils allgemein zu beurteilen, aber auch die Morphologie der Bruchzone (Form, Relief, Symmetrie oder Nicht-Symmetrie der Schädigung usw.).

Diese ersten Analysen werden durch eine spezifische und vertiefte Beobachtung des Bruchfacies ergänzt, die wie ein offenes Buch über die auf das Bauteil wirkenden Beanspruchungen ist, die der mechanischen Bruchschädigung zugrunde liegen.

Diese fraktografische Expertise ermöglicht insbesondere die Lokalisierung des Bruchursprungs und die Identifizierung des Bruchmodus (duktil oder spröde, jeweils bei Vorhandensein oder Fehlen einer Verformung, statisch oder dynamisch bei Ermüdung, …). Sie ermöglicht es jedoch auch, mögliche Werkstofffehler oder äußere Spannungen aufzuzeigen, die die Ursache des Bruchs sein können.

Einige Anwendungsbeispiele, die das Labor FILAB rund um die Bruchanalyse durchgeführt hat

Bruchanalyse an Hochspannungskabeln

Untersuchung von Brüchen an Metallscheiben

Bruchanalyse an mechanischen Zugproben

Fraktografie einer gebrochenen mechanischen Welle

Unsere Dienstleistungen zur mechanischen Analyse

Das Labor FILAB bietet Ihnen seine Dienstleistungen für weitere Arten von mechanischen Analysen an:

Unsere FAQ

Welche Werkstoffe sind von Bruchrisiken betroffen?

Es ist wichtig, die potenziellen Bruchrisiken bei der Auswahl und Verwendung verschiedener Materialien zu berücksichtigen, um die Sicherheit und Effizienz von Strukturen und Produkten zu gewährleisten.

Zu den Materialien, die Bruchrisiken bergen können, gehören:

Metalle und Legierungen: Stahl, Aluminium, Titan, die häufig im Bauwesen, in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Automobilindustrie verwendet werden. Sie können durch Ermüdung, Korrosion oder Herstellungsfehler brechen.

Keramik und Glas: Werden in industriellen und häuslichen Anwendungen eingesetzt. Diese Materialien sind spröde und können unter mechanischer Belastung oder bei thermischen Schwankungen brechen.

Kunststoffe und Polymere: Werden in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, von Verpackungen bis hin zu Komponenten für die Luft- und Raumfahrt. Sie können sich unter dem Einfluss von UV-Strahlung, Hitze oder chemischen Reaktionen zersetzen, was zu einem Verlust an Festigkeit führt.

Verbundwerkstoffe: Verbundwerkstoffe, die beispielsweise in der Automobil- oder Luftfahrtindustrie verwendet werden, können bei übermäßiger Belastung oder durch einen Aufprall brechen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahrscheinlichkeit und die Art des Bruchs nicht nur vom Materialtyp, sondern auch von seiner Verwendung, seiner Umgebung und seiner Wartung abhängen.

Wie lässt sich ein Werkstoffbruch vermeiden?

Um die Materialbruch zu vermeiden, ist es unerlässlich, geeignete Präventions- und Wartungsmaßnahmen zu ergreifen. Hier sind einige Maßnahmen, die umgesetzt werden sollten:

  1. Materialauswahl : Das am besten geeignete Material je nach Anwendung, Umgebung und den Belastungen auswählen, denen es ausgesetzt sein wird. Dabei sind Eigenschaften wie Festigkeit, Duktilität, Zähigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Beständigkeit gegenüber extremen Temperaturen zu berücksichtigen.
  1. Präzise Konstruktion und Ingenieurtechnik: Sicherstellen, dass die Konstruktion von Bauteilen und Strukturen so optimiert ist, dass Lasten gleichmäßig verteilt und Bereiche mit hoher Spannung minimiert werden.
  1. Qualitätskontrolle und regelmäßige Prüfungen: Strenge Qualitätskontrollen während der Herstellung sowie regelmäßige Prüfungen durchführen. Dazu können Ermüdungsprüfungen und Sichtkontrollen gehören.
  1. Schutz vor aggressiven Umgebungen: Beschichtungen, Lacke oder andere Schutzmaßnahmen auftragen, um die Auswirkungen der Exposition gegenüber Korrosion, Feuchtigkeit, Chemikalien oder UV-Strahlung zu verringern.
  1. Einhaltung von Normen und Vorschriften: Die geltenden Industrienormen und Vorschriften einhalten, die häufig auf umfangreicher Forschung und Praxiserfahrung beruhen, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Materialien zu gewährleisten.

Durch die Anwendung dieser Maßnahmen lässt sich das Risiko eines Materialbruchs erheblich minimieren.

Welche Methoden gibt es für die Bruchanalyse?

Die Bruchanalyse und die Fraktographie ermöglichen es, die Ursachen des Versagens eines Materials zu verstehen. Bei der ersten Analyse werden die Oberflächen eines Bauteils untersucht, um die Bruchmerkmale zu bestimmen und mögliche Materialfehler zu identifizieren. Die Fraktographie wiederum ermöglicht eine genauere Analyse der kristallinen Struktur des gebrochenen Bauteils. Um den Bruch eines Materials zu analysieren, stehen verschiedene technische Mittel zur Verfügung. 

  • Die Mikroskopie ermöglicht es, Fehler auf mikroskopischer Ebene zu beobachten, was Hinweise auf die Art des Bruchs liefert.
  • Die Zugversuche , bei denen das Material einer Zugkraft bis zum Bruch ausgesetzt wird, sind ebenfalls sehr verbreitet.
  • Die Biegeversuche ermöglichen es hingegen, die Biegefestigkeit eines Materials zu messen.
  • Die 3D-Tomographie ist nützlich, um innere Verformungen des Materials vor und nach dem Bruch zu analysieren.
  • Numerische Simulationen werden eingesetzt, um den Bruch auf makroskopischer Ebene besser zu verstehen. 

All diese Techniken zusammen ermöglichen einen umfassenden und präzisen Überblick über den Bruchprozess des Materials und damit die Festigkeitsgrenzen eines Materials zu bestimmen und potenzielle Brüche zu verhindern.

Was ist Fraktografie?

Die Fraktografie ist die Untersuchung von Bruchflächen von Werkstoffen und konzentriert sich auf die Analyse der Topografie der Bruchoberfläche, um die Ursache und den Bruchmodus zu bestimmen. Dies geschieht in der Regel mithilfe eines Rasterelektronenmikroskops (REM), um die mikroskopischen Merkmale der Bruchoberfläche zu beobachten. Sie ermöglicht die Identifizierung von Phänomenen wie Ermüdung, Sprödigkeit, Duktilität, Einschlüssen und anderen Werkstofffehlern, abhängig von dem beobachteten Bruchfacies. Zusammenfassend ist die Fraktografie eine Teildisziplin der Bruchanalyse, die sich speziell auf die detaillierte Untersuchung von Bruchflächen konzentriert, während die Bruchanalyse eine umfassendere Untersuchung der Ursachen und Umstände eines Bruchs eines Werkstoffs oder einer Struktur darstellt.

Die Vorteile von filab
Ein hochqualifiziertes Team
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Eine schnelle Reaktionszeit und Bearbeitung von Anfragen
Eine schnelle Reaktionszeit und Bearbeitung von Anfragen
Ein COFRAC-akkreditiertes Labor nach ISO 17025
Ein COFRAC-akkreditiertes Labor nach ISO 17025
(Geltungsbereiche verfügbar auf www.cofrac.com - Akkreditierungsnr.: 1-1793)
Ein vollständiger analytischer Gerätepark auf 5.200 m²
Ein vollständiger analytischer Gerätepark auf 5.200 m²
Eine maßgeschneiderte Betreuung
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Visio-Briefing mit dem Experten möglich
Visio-Briefing mit dem Experten möglich
Thomas GAUTIER Leiter der Abteilung Werkstoffe
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