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Fallstudie

Korrosionsgeschwindigkeit: die strategische Wahl von Materialien

Einer unserer Kunden wollte die Korrosionsbeständigkeit seiner Wärmetauscher testen.
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Worin besteht die Problematik?

 

Ein Unternehmen, das auf die Herstellung von Wärmetauschern für Industrieanlagen spezialisiert ist, möchte seinen Markt auf Küstenregionen ausweiten.

Sein Standardprodukt aus Edelstahl 304L ist in herkömmlicher Umgebung (Süßwasser) leistungsfähig, doch das Unternehmen zögert, für Anwendungen in salzhaltiger Umgebung eine teurere Kupferlegierung einzusetzen. Es benötigt quantitative Daten, um diese technische und kommerzielle Entscheidung gegenüber seinen Kunden zu begründen.

Um diese Fragestellung zu beantworten, hat FILAB ein auf elektrochemischen Analysen basierendes Vorgehen entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

01
Das am besten geeignete Material für den Einsatz in salzhaltiger Umgebung identifizieren
02
Unser technischer Ansatz
03
Der Nutzen dieser Analyse für den Kunden
04
Fazit der Studie
01

Das am besten geeignete Material für den Einsatz in salzhaltiger Umgebung identifizieren

Ziel :

Diese Studie soll unseren Kunden, der auf die Herstellung von Wärmetauschern für Industrieanlagen spezialisiert ist, bei der Wahl des am besten geeigneten Materials für den Einsatz in salzhaltiger Umgebung unterstützen. Sollte er weiterhin Edelstahl 304L verwenden oder sich für eine Kupferlegierung entscheiden, die korrosionsbeständiger, aber teurer ist?

Diese Analyse ist von zentraler Bedeutung, da sie das Wissen liefern soll, um Probleme bei der Nutzung seiner Produkte zu vermeiden.

02

Unser technischer Ansatz

Um die beiden Materialien objektiv zu vergleichen, haben wir einen einfachen und effizienten Versuchsplan aufgestellt, der auf der Technik der Elektrochemie basiert :

• Standardisierte Proben (Metallcoupons) aus 304L-Stahl und der Kupferlegierung wurden in zwei unterschiedliche Medien eingetaucht: eine simulierte Süßwasserlösung und eine künstliche Meerwasserlösung.

• Zunächst haben wir das freie Korrosionspotenzial (OCV) gemessen, um das spontane Verhalten jedes Metalls in jedem Medium zu beobachten. Diese Messung ist eine grundlegende Größe in der Elektrochemie von Oberflächen.

• Anschließend haben wir mittels einer linearen Sweep-Polarisation (LSV) den Prozess leicht beschleunigt, um die Korrosionsgeschwindigkeit präzise zu bestimmen. Die LSV ist eine gängige Technik in der Elektrochemie, um Reaktionskinetiken zu quantifizieren, hier die Geschwindigkeit der Metallauflösung (Korrosion).

 

03

Der Nutzen dieser Analyse für den Kunden

Die Zahlenwerte in bestätigen, dass die Materialwahl strategisch an die Einsatzumgebung angepasst werden muss.

• Rechtfertigung der Mehrkosten : Die anfänglichen Mehrkosten der Kupferlegierung sind in maritimer Umgebung durch eine verlängerte Lebensdauer der Wärmetauscher und eine höhere Zuverlässigkeit voll gerechtfertigt. Diese Wahl ermöglicht es, Wartungs- und Austauschkosten langfristig zu minimieren und bietet Küstenkunden somit einen besseren Gesamtwert.

• Marktpositionierung : Diese Studie verschafft dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, da es ihm ermöglicht, eine fundierte technische Argumentation vorzulegen. Es kann sich nun mit einer wissenschaftlich validierten Lösung an die Küstenmärkte wenden und stärkt damit sein Image als Experte im Bereich der Materialauswahl und der Beherrschung von Risiken der elektrochemischen Korrosion.

04

Fazit der Studie

Diese vergleichende elektrochemische Studie ermöglichte es, den Verhaltensunterschied zwischen Edelstahl 304L und der Kupferlegierung in unterschiedlichen Umgebungen zu quantifizieren und damit eine solide technische Grundlage für die Entscheidungsfindung zu schaffen.

Zusammenfassend ist für die Markterweiterung in Küstenregionen die Kupferlegierung die technisch optimale Lösung und langfristig die wirtschaftlich sinnvollste, da sie die Leistung und Zuverlässigkeit der Anlagen gewährleistet.

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