Fallstudie

Wie FILAB seine Kunden bei einer Materialbilanz unterstützt

Zwei Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben sich kürzlich an das FILAB-Labor gewandt, um eine Materialbilanz durchführen zu lassen.
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Worin besteht eine Materialbilanz im Labor?

Eine Materialbilanz ist ein wesentlicher Prozess in der Werkstoffwissenschaft, der Chemie, der Physik und in verschiedenen Industriezweigen. Sie umfasst die Analyse und das Verständnis der Eigenschaften und des Verhaltens von Materialien. Diese Charakterisierung kann eine breite Palette von Werkstoffen betreffen, von Metallen und Polymeren bis hin zu Keramiken und Biomaterialien.

Sie ist entscheidend für die Entwicklung und Optimierung neuer Werkstoffe, für die Qualitätskontrolle in der Produktion und für die Grundlagenforschung in der Werkstoffwissenschaft. Sie ermöglicht es Wissenschaftlern und Ingenieuren, Werkstoffe tiefgehend zu verstehen, ihr Verhalten unter verschiedenen Bedingungen vorherzusagen und Produkte für spezifische Anwendungen zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

01
Vorstellung von zwei Kundenfällen
02
Kunde 1: Werkstoffidentifikation an einem Runddichtring
03
Kunde 2: Materialbilanz einer Stahlrohrleitung
04
Fazit der Studie
01

Vorstellung von zwei Kundenfällen

So haben zwei Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen das Labor kürzlich im Rahmen folgender Aufgaben kontaktiert:

  • Kunde 1: Werkstoffidentifikation an einem Runddichtring
  • Kunde 2: Untersuchung zur Erstellung einer Materialbilanz einer Stahlrohrleitung zur Bewertung ihres Degradationszustands

 

Warum eine Materialbilanz durchführen?

Eine Materialbilanz ist entscheidend, um Produktionsprozesse zu optimieren, die Rentabilität zu verbessern, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicherzustellen, eine verantwortungsvolle Umweltbewirtschaftung zu fördern, die Produktqualität zu gewährleisten und Innovationen voranzutreiben. Dieses Instrument ermöglicht es Unternehmen, den Einsatz ihrer Ressourcen besser zu verstehen und zu steuern, wodurch Abfälle reduziert und die Gesamteffizienz gesteigert werden.

02

Kunde 1: Werkstoffidentifikation an einem Runddichtring

Kontext

Der Kunde hat das FILAB-Labor im Rahmen eines Bedarfs an Werkstoffcharakterisierung an einem Dichtungsring beauftragt. Er möchte bestätigen, dass seine Dichtung aus NBR besteht (auch Nitrilkautschuk genannt).

Welche Analysetechnik zur Charakterisierung hat das Labor in diesem Gutachten eingesetzt, um den Werkstoff der Dichtung zu überprüfen?

Strukturanalyse mittels Pyrolyse-GC-MS

Die Probe wird in ein Quarzrohr gegeben, anschließend in die Kammer des Pyrolysators eingeführt und gemäß dem untenstehenden Programm erhitzt:

  • Dadurch kommt es unmittelbar zur Fragmentierung bestimmter Makromoleküle (Polymere) und zur einfachen Verflüchtigung organischer Moleküle (Additive, Lösungsmittel, Restmonomere, Verunreinigungen usw.), die in der Probe vorhanden sind.
  • Alle diese pyrolytischen Fragmente und alle verdampften Moleküle werden durch die chromatographische Säule getrennt und anschließend vom MS-Detektor (Massenspektrometrie) identifiziert.
  • Die Erkennung von „Marker“-Pyrolysefragmenten und der Vergleich mit denen bekannter Matrizes ermöglicht die eindeutige Identifizierung der polymeren Matrix bzw. Matrizen der Probe.

 

In diesem Fall wurde sie eingesetzt, um Peakprofile zu suchen und die in einer Probe enthaltenen Matrizes zu identifizieren.

Die erzielten Ergebnisse ...

Die eingehenden Analysen von FILAB ermöglichten es, mit Präzision festzustellen, dass es sich bei der untersuchten Dichtung tatsächlich um eine NBR-Dichtung handelte. Diese Informationen waren entscheidend, um das Verhalten der Dichtung in ihrem Einsatzkontext zu verstehen.

03

Kunde 2: Materialbilanz einer Stahlrohrleitung

Kontext

In diesem Fall besteht das Ziel der Studie darin, eine Materialbilanz an Stahlrohrleitungsabschnitten durchzuführen, um deren Degradationszustand zu bewerten.

Eingesetzte Analysen

Um diese Studie erfolgreich durchzuführen, werden folgende Techniken eingesetzt:

  • Die Stereolupe zur makroskopischen Beobachtung;
  • Die Feldemissions-Rasterelektronenmikroskopie in Kombination mit einer EDX-Mikrosonde (REM-EDX) zur Durchführung von Beobachtungen und semiquantitativen lokalen chemischen Analysen;
  • Die Lichtmikroskopie zur Durchführung von Beobachtungen vor und nach chemischer Ätzung.

 

Für jede Probe wird eine Auswertung der Außen-, Innen- und Kernzone vorgenommen. Dabei wird Folgendes beobachtet:

Die erzielten Ergebnisse ...

  • Bei Probe 1: außen scheinen die Bereiche ohne Beschichtung stärker betroffen zu sein. Innen ist die Korrosion flächig. Im Kern ist keine Korrosion zu beobachten. Im Kern ist keine Korrosion zu beobachten
  • Bei Probe 2: außen scheinen die Bereiche ohne Beschichtung stärker betroffen zu sein. Innen flächige Korrosion mit stärker betroffenen Bereichen, möglicherweise aufgrund eines Erosionsphänomens. Im Kern ist keine Korrosion zu beobachten. Im Kern ist keine Korrosion zu beobachten
  • Bei Probe 3: außen scheinen die Bereiche ohne Beschichtung stärker betroffen zu sein. Innen ist die Korrosion flächig. Im Kern ist keine Korrosion zu beobachten

 

Die eingehenden Analysen von FILAB ermöglichten es in diesem Fall, eine detaillierte Bilanz des Fortschritts der Rohrkorrosion zu erstellen.

04

Fazit der Studie

Die Erstellung einer Materialbilanz kann in verschiedenen Kontexten und für unterschiedliche Werkstoffe und Anwendungen erfolgen. Hier haben die Ansätze von FILAB dazu beigetragen, den Werkstoff von Kunde 1 zu bestätigen und für Kunde 2 eine Zustandsuntersuchung einer Rohrleitung durchzuführen.
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