Worin besteht die Problematik?
Im Rahmen einer Fragestellung im Zusammenhang mit einem abweichenden Verhalten seines flüssigen Systems je nach unterschiedlichen Lieferantenformulierungen wollte einer unserer pharmazeutischen Kunden den Kontaktwinkel und die Oberflächenspannung seiner auf drei verschiedenen Trägern aufgebrachten Proben messen.
Der Kunde wandte sich an FILAB, um zu überprüfen, ob die Formulierung, in diesem Fall ein Augentropfen, auf mehreren Oberflächenarten ein optimales Benetzungsverhalten aufweist.
Das Benetzungsverhalten eines Tropfens auf einem Träger verstehen
Ziel :
Die Studie hat zum Ziel, den Kontaktwinkel und die Oberflächenspannung mehrerer Formulierungen auf drei verschiedenen Trägern zu messen.
- Silikonträger,
- neutraler Polyethylen-Träger,
- Polyethylen-Träger mit mikrobiologischem Zusatzstoff.
Das verwendete Vorgehen
Vorgehen :
Die verwendete Technik ist die Goniometrie, insbesondere die Sessiltropfenmethode. Ein Tropfen von 4 µL Wasser (die Modellflüssigkeit) wird auf jede Probe aufgebracht. Die Messungen werden wenige Sekunden nach dem Aufbringen durchgeführt, sobald der Tropfen einen stabilen Zustand erreicht hat. Jede Formulierung wird auf den geeigneten Trägern getestet.
Für jede Formulierung werden die Oberflächenspannungen und die Kontaktwinkel gemessen und zwischen den verschiedenen Trägern verglichen.
Fazit der Studie
Laut dem Analysebericht beeinflusst die Beschaffenheit des Trägers das Verhalten der Formulierungen erheblich. Bei derselben Formulierung variieren die Benetzungs- und Haftungseigenschaften deutlich je nach Kontaktoberfläche.
Fazit :
Diese Studie hat gezeigt, dass die Oberflächenspannungen auf dem Polyethylen-Träger im Allgemeinen höher sind als auf dem Silikonträger.
Die Beobachtung der Tropfen zeigt, dass der Silikonträger hydrophober ist als der Polyethylen-Träger, da der Tropfen auf diesem Träger einen größeren Kontaktwinkel und eine geringere Oberflächenspannung bildet. Diese einfache Beobachtung veranschaulicht perfekt die Wechselwirkung zwischen dieser Formulierung und den getesteten Oberflächen.

