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Verständnis der physikalisch-chemischen Analysemethoden: Fokus auf HPLC und GC

Die physikalisch-chemische Analyse ist in vielen Industriezweigen von entscheidender Bedeutung, insbesondere in der Pharmaindustrie, bei Medizinprodukten, in der Chemie und in der Kosmetik. Unter den am häufigsten verwendeten Techniken zur Identifizierung und Quantifizierung chemischer Verbindungen nehmen die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) und die Gaschromatographie (GC) eine zentrale Stellung ein. Diese beiden Methoden ermöglichen die Analyse komplexer Gemische mit hoher Präzision. In diesem Artikel entschlüsseln wir ihre Funktionsweise und ihre Anwendungen.

Die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC)

Die HPLC ist eine Trenntechnik, die auf der Wechselwirkung zwischen einer mobilen Phase (flüssig) und einer stationären Phase (fest) beruht, die sich in einer chromatographischen Säule befindet. Die Bestandteile einer Probe werden von der mobilen Phase mitgeführt und wechselwirken unterschiedlich mit der stationären Phase, was zu ihrer Trennung führt.

Die Anwendungen der Analysetechnik mittels HPLC

Die HPLC eignet sich besonders für die Analyse thermosensibler oder nicht flüchtiger Verbindungen. Sie wird in vielen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel:

Polymerindustrie : Charakterisierung von Additiven, Stabilisatoren und Analyse von Restmonomeren

Kosmetik : Qualitätskontrolle von Formulierungen und Wirkstoffen, Bestimmung von Konservierungsstoffen, Analyse unerwünschter Substanzen : Schwermetalle, Restlösungsmittel, Phthalate...

Biotechnologien : Quantifizierung von Proteinen, Peptiden und Biomolekülen in therapeutischen Formulierungen

Die Vorteile der HPLC-Technik

Analyse nicht flüchtiger und thermosensibler Verbindungen
Breites Spektrum analytischer Anwendungen
Möglichkeit der Kopplung mit der Massenspektrometrie (LC-MS) für eine bessere Identifizierung

Die Gaschromatographie (GC)

Im Gegensatz zur HPLC verwendet die Gaschromatographie (GC) ein Gas als mobile Phase (Helium, Wasserstoff oder Stickstoff) und eine Kapillarsäule, die mit einer flüssigen oder festen stationären Phase beschichtet ist. Die Probenbestandteile werden verdampft und entsprechend ihrer Affinität zur stationären Phase sowie ihrer Flüchtigkeit getrennt.

Die Anwendungen der Analysetechnik mittels GC

Die GC wird hauptsächlich für die Analyse flüchtiger und halbflüchtiger Verbindungen eingesetzt. Beispielsweise kann sie in den folgenden Branchen für Folgendes verwendet werden:

Pharmazeutische Industrie : Analyse von Restlösungsmitteln

Petrochemische Industrie : Charakterisierung von Kohlenwasserstoffen 

Kosmetik : Analyse von Duftstoffen, Identifizierung flüchtiger Allergene, Kontrolle organischer Verbindungen in Formulierungen

Die Vorteile der GC-Technik

Reproduzierbare Analyse
Hervorragende Empfindlichkeit
Möglichkeit der Kopplung mit der Massenspektrometrie (GC-MS) für eine präzise Identifizierung

HPLC oder GC: Wie wählt man zwischen den beiden Analysetechniken?

Die Wahl zwischen HPLC und GC hängt vor allem von der Art der zu analysierenden Verbindungen ab:

  • Die HPLC eignet sich besser für die Analyse thermosensibler, nicht flüchtiger oder stark polarer Moleküle,

  • die GC hingegen ist leistungsfähiger für flüchtige und thermisch stabile Analyten.

Darüber hinaus beeinflussen auch das analytische Umfeld und die Kompatibilität mit anderen Detektoren die Auswahl der Methode.

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